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Pressemeldung Deutscher Pflegerat vom 12.02.2023

Bildungsgipfel Pflege einberufen – Vergütung für Pflegestudium einführen

Berlin (12. Februar 2023, Nr. 06/2023)

 

Hochschulische Pflegeausbildung stärken
Deutscher Pflegerat: Bildungsgipfel Pflege einberufen – Vergütung für Pflegestudium einführen

Zum Antrag der Bundestagsfraktion CDU/CSU „Hochschulische Pflegeausbildung stärken – Pflegerische Versorgung von morgen absichern“ erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR):

„Der Deutsche Pflegerat unterstützt die Forderung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die zeitnahe Einberufung eines Bund-Länder-Gipfels zur Festlegung verbindlicher, bedarfsgerechter Akademisierungsquoten und zur Etablierung von Arbeitsfelddefinitionen und Einsatzgebieten hochschulisch ausgebildeter Pflegefachpersonen. Eingebunden sein muss dies in ein gestuftes und durchlässiges Bildungssystem der gesamten Pflege in Deutschland.

Die Forderungen der CDU-Fraktion sind richtig. Die Pflegestudiengänge in Deutschland müssen stärker als bisher gefördert werden. Nur 1,74 Prozent aller Studierenden an Hochschulen sind in einem Pflegestudiengang eingeschrieben. Mit rund 50 Prozent erschreckend niedrig liegt die Auslastung der derzeit verfügbaren Studienplätze.

Studierende der Pflege benötigen eine Vergütung für den von ihnen zu leistenden Praxisanteil von 2.300 Stunden. Es darf keine Ungleichbehandlung gegenüber Auszubildenden in der Pflege und gegenüber Studierenden der Hebammenwissenschaft geben. Die Vergütung muss darüber hinaus wie beim Hebammenstudium für die gesamte Dauer des Studiums gewährt werden.

Die Umsetzung dieses wesentlichen Hebels wird die Attraktivität des Pflegestudiums enorm erhöhen. Die evidenzbasierte Pflege wie auch der Pflegeberuf werden hierdurch wesentlich profitieren. Erhöht wird dadurch die Bereitschaft der Einrichtungen, akademische Pflegefachpersonen auszubilden und sie für einen Verbleib gewinnen zu können. Das führt insgesamt zu einer besseren Versorgungssicherheit und Qualität.

Damit wird auch dem Ziel des Koalitionsvertrags der Bundesregierung, die akademische Pflegeausbildung gemeinsam mit den Ländern zu stärken und Regelungslücken für die Ausbildungsvergütung zu schließen, entsprochen. Koalition und Opposition sind sich einig – da dürfte der Umsetzung nun nichts mehr im Wege stehen.“

Ansprechpartnerin:
Christine Vogler
Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (030) 398 77 303
Telefax: (030) 398 77 304

E-Mail: presse(at)deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de


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