PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Berlin (06. August 2026, Nr. 44/2026)
25 Verbände und Organisationen, eine Stimme: Profession Pflege startet gemeinsame Kampagne
Unter dem Motto #DeutschlandWelchePflegeWillstDu zeigen die Mitgliedsverbände des Deutschen Pflegerates, was die Profession Pflege leistet, welche Lösungen sie hat und was die Politik ändern muss
Der Deutsche Pflegerat startet gemeinsam mit seinen 25 Mitgliedsorganisationen die Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu. Sie knüpft an den Countdown des DPR zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und zur Reformpolitik insgesamt an.
Die Kampagne startet in der nächsten Woche und läuft bis zum Deutschen Pflegetag am 12. und 13. November 2026 in Berlin. Am Vortag, dem 11. November 2026, tragen die beteiligten Verbände und Organisationen ihre Forderungen gemeinsam auf die Straße. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr am Bundeskanzleramt und führt zum Bundesgesundheitsministerium. Ihren Höhepunkt und Abschluss findet die Kampagne beim Deutschen Pflegetag.
Jede Woche steht mindestens eine Mitgliedsorganisation im Mittelpunkt. Mit Pressemitteilungen, Videos, Interviews, Aktionen und Social-Media-Beiträgen zeigen die Verbände und Organisationen, was die Profession Pflege leistet, was sie möglich macht und was sie für eine sichere Zukunft der Versorgung braucht.
Die Profession Pflege wirkt – jeden Tag, in allen Lebensphasen und in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Sie hält dieses Land am Leben – überall und oft bis an die eigenen Grenzen.
„Unsere Mitgliedsverbände stehen für die ganze fachliche Breite, Kompetenz und Gestaltungskraft der Profession Pflege“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates. „Beruflich Pflegende leisten für die Menschen und unsere Gesellschaft weit mehr, als politisch wahrgenommen und anerkannt wird.
Mit unserer Kampagne machen wir sichtbar, was die Profession Pflege jeden Tag bewirkt. Wir zeigen aber auch, was geschieht, wenn sie fehlt oder durch längst überholte Rollenbilder und gesetzliche Grenzen am Handeln gehindert wird. Solche systemischen Begrenzungen gefährden die Versorgung, die Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Seit Jahrzehnten wird die Profession Pflege freundlich zur Kenntnis genommen. Doch solange ihre Vorschläge und Positionen nicht aufgegriffen, in verbindliche politische Entscheidungen überführt und in konkrete Veränderungen umgesetzt werden, bleibt es bei Symbolpolitik statt echter Mitwirkung.
Die Profession Pflege muss verbindlich an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Ihre Expertise muss Entscheidungen prägen. Ihre Kompetenzen und Handlungsfelder müssen rechtlich abgesichert sowie bei der Versorgung in allen Settings sowie von Menschen aller Altersgruppen konsequent genutzt werden.
Maßstab muss sein, was die Menschen brauchen – nicht, was Finanzdruck und Personalmangel gerade noch zulassen.“
Die Kampagne verdeutlicht, wo berufliche Pflege strukturell benachteiligt wird: durch fehlende politische Beteiligung, unzureichend gegebene Handlungskompetenzen, nicht bedarfsgerechte Rahmenbedingungen und Gesetze, die an der Versorgungsrealität der Gesellschaft vorbeigehen.
Alle Beiträge und Forderungen der Kampagne werden auch auf der Website des Deutschen Pflegerates unter www.deutscher-pflegerat.de veröffentlicht.
25 Verbände und Organisationen. Eine Stimme. Ein Ziel: eine sichere Versorgung.
#DeutschlandWelchePflegeWillstDu
#PflegeWirkt
Ansprechpartner:innen:
Christine Vogler
Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
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Der Deutsche Pflegerat als Dachverband vertritt die geeinten Interessen der Berufsverbände und nicht die einzelnen Partikularinteressen der Verbände. Unterschiedliche Positionen und Meinungen einzelner Verbände können sichtbar sein und die Vielfalt der pflegerischen Profession widerspiegeln. Dieses berührt nicht die gemeinsamen Ziele und Intentionen des Deutschen Pflegerats.
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 25 Verbänden und Organisationen die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat auf Bundesebene die Interessen von 1,7 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats. Seit dem 14. Februar 2026 ist der DPR gemäß der Pflegeberufebeteiligungsverordnung – PflBBetV anerkannte maßgebliche Organisation der Pflegeberufe auf Bundesebene.
Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist Christine Vogler. Vize-Präsidentinnen sind Jana Luntz und Pascale Hilberger-Kirlum.
