PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Berlin (27. Januar 2026, Nr. 04/2026)
Primärversorgung neu denken – gemeinsam gestalten
DPR begrüßt Auftakt zum Fachdialog im Bundesgesundheitsministerium
Anlässlich des heutigen Auftaktgesprächs im Bundesgesundheitsministerium zum künftigen Primärversorgungssystem fordert der Deutsche Pflegerat (DPR), Pflegefachpersonen und Hebammen systematisch in die Entwicklung und Ausgestaltung der Primärversorgung einzubinden.
„Wir brauchen echte Primärversorgungszentren – multiprofessionell, wohnortnah und teamorientiert organisiert. Der erste Kontakt, die Steuerung und die Versorgung müssen auch pflegefachlich und aus Sicht der Hebammen gedacht, koordiniert und vergütet werden“, betonte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, im Fachdialog mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und weiteren Vertreter:innen des Gesundheitswesens.
Pflegefachpersonen und Hebammen sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, so Vogler weiter: „Triage, eigene Sprechstunden, Medikationsmanagement, Hausbesuche durch Community Health Nurses – die Expertise ist vorhanden. Jetzt braucht es klare, rechtssichere Handlungskompetenzen auf Basis der tatsächlichen beruflichen Qualifikationen und Leistungen. Dieses Verständnis muss für alle Gesundheitsfachberufe gelten.“
Eine moderne Primärversorgung erfordert klare Zuständigkeiten, verlässliche interprofessionelle Zusammenarbeit und eine Orientierung am Bedarf der Menschen – nicht an Systemlogiken. Auch eine starke digitale Infrastruktur und pflegesensitive Qualitätsindikatoren sind entscheidend, damit Primärversorgung wirksam gesteuert und kontinuierlich verbessert werden kann.
Der Deutsche Pflegerat bringt sich konstruktiv in den Fachdialog ein und setzt sich für ein Primärversorgungssystem ein, das Pflegefachpersonen und Hebammen nicht nur berücksichtigt, sondern aktiv mitgestalten lässt.
Das Statement von Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, zum Auftaktgespräch für den Fachdialog zum Primärversorgungssystem finden Sie zum Download hier.
Ansprechpartner:innen:
Christine Vogler
Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz
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Der Deutsche Pflegerat als Dachverband vertritt die geeinten Interessen der Berufsverbände und nicht die einzelnen Partikularinteressen der Verbände. Unterschiedliche Positionen und Meinungen einzelner Verbände können sichtbar sein und die Vielfalt der pflegerischen Profession widerspiegeln. Dieses berührt nicht die gemeinsamen Ziele und Intentionen des Deutschen Pflegerats.
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 22 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,7 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist Christine Vogler. Vize-Präsidentinnen sind Jana Luntz und Pascale Hilberger-Kirlum.
